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Diese steile Karriere bis an die Spitze der damals weltweit führenden deutschen Wissenschaft verdankte er neben seinen medizinischen Arbeiten vor allem seinen physikalischen Ideen: Theorie des
Energieerhaltungssatzes, Energieumsetzungen bei chemischen Reaktionen, Theorie des Hörens, Theorie des Farbsehens, hydrodynamische Wirbeltheorie, Elektrophysik, Elektrodynamik (Kompromiss zwischen
Fernwirkungstheorie und Feldtheorie). Diese Arbeiten verlangten auch eine exakte Formulierung der aufgefundenen Gesetze und Resultate und lenkten Helmholtz auf die Theorie der partiellen Differentialgleichungen.
Daneben fand er noch Zeit, sich mit meteorologischen (Fönwind) und geologischen Problemen (Gletscherbewegung) zu befassen. Schon in seiner Heidelberger Zeit begann sich Helmholtz auch der Erforschung der Grundlagen
der Geometrie zuzuwenden. Der Ausgangspunkt dafür ist gewesen, dass er ein geometrisches Bild für seine Farbentheorie suchte, aber auch nach physiologischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen unserer
Raumvorstellung suchte. In einer Arbeit von 1868 “Ueber die Thatsachen, die die Geometrie zum Grunde liegen”, bemerkte er zum Zweck solcher Untersuchungen: “Wie viel von den Sätzen der Geometrie hat objektiv
gültigen Sinn? Wie viel ist im Gegenteil nur Definition oder Folge von Definitionen, oder von der Form der Darstellung abhängig?” ... Überlegungen führten ihn zu grundlegenden Aussagen darüber, was messbar ist,
wie ein Maß in der Geometrie beschaffen sein muss und zur Anerkennung der nichteuklidischen Geometrie.
gestaltet von A. Jänichen, Leipzig, März/1999 (nach einem Artikel der Schülerzeitschrift Alpha)
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